Quedlinburg

Quedlinburg hatte nach dem Zweiten Weltkrieg 41.000 Einwohner, davon waren 11.427 Flüchtlinge. Die meisten von ihnen stammten aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Quedlinburg hatte bis 1945 keine eigene Baptistengemeinde und da es in Ostpreußen bis Kriegsende viele evangelische Freikirchen (insbesondere Baptistengemeinden) gab, fand sich im Quedlinburg der Nachkriegszeit schnell ein Kreis ostpreußischer Baptisten, die in einer Privatwohnung eine Hausgemeinde und eine Jugendgruppe bildeten. 1946 schloss sich der Baptistenjugend auch eine Jugendgruppe der Landeskirchlichen Gemeinschaft an und es wurde ein gemeinsamer Jugendchor begründet. Man nahm schließlich Kontakt zur Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wernigerode auf und veranstaltete mit den Wernigeröder Geschwistern gemeinsame Jugendfreizeiten und Taufen. 1947 gründete sich dann die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Quedlinburg. Von 1947 bis 1949 stellte die evangelische Johanneskirche ihr Gebäude für die Gottesdienste der neu gegründeten Baptistengemeinde zur Verfügung. 1950 bis 1953 musste man für die Gottesdienste jedoch in den Saal der Gaststätte Auerhahn in der Reichenstraße ausweichen. Von 1950 bis 1961 zog ein großer Teil der Mitglieder der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Quedlinburg in die BRD. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Quedlinburg schloss sich daher der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wernigerode als Stationsgemeinde an. 1954 bis 1980 mietete die Gemeinde Quedlinburg das Hinterhaus der ehemaligen VEB Ungeziefervernichtung in der Adelheidstraße. 1981 zog die Gemeinde in einen Neubau ein, der mit Hilfe von Wernigeröder Geschwistern in der von der Stadtverwaltung zugewiesenen Baulücke Konvent / Neustädter Kirchhof (gegenüber Guthsmuts-Gymnasium) errichtet wurde. Am 25. 05. 1994 wurde die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Quedlinburg dann wieder selbständig. 1999 bis 2003, bis zur Grundrenovierung des eigenen Gemeindegebäudes, nutzten die Quedlinburger Geschwister den Gottesdienstraum der Adventgemeinde in der Schmalen Straße. Am 17. 02. 2007 vereinte sich die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Quedlinburg mit der Gemeinde Harzgerode, die damals auch Stationsgemeinde der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wernigerode war.
Quedlinburger Pastoren:
1981 – 1987 Reiner Kraft
1988 – 2003 Thomas Meißner
2003 – 2014 Markus Schmitz

Ab 01. 07. 2017: Manfred Stedtler

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Harzgerode

Harzgerode war 1945 Zweiggemeinde der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Nordhausen. Bis 1948 versammelten sich 12 Gemeindemitglieder im baufälligen Gebäude Am Wallgraben, 1949 im Saal der Gaststätte Stadt Bernburg. 1949 sanierte und mietete die Gemeinde den Festsaal im Schloss Harzgerode. 1953 erwarb und sanierte die Gemeinde das jetzige Gemeindehaus am Busbahnhof. 1969 verkleinerte sich die Gemeinde durch den Wegzug von Mitgliedern in die BRD. Von 1970 bis 1992 war die Gemeinde Harzgerode landesweit als Zentrum baptistischer Kinderbibelwochen bekannt. Das Gemeindewachstum allerdings litt zum Teil unter dem alleinigen Schwerpunkt Kinderarbeit, denn die Mitgliederzahl schrumpfte auf 5 Rentner zusammen. Mittlerweile hatte sich die Gemeinde Harzgerode der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wernigerode angeschlossen. Durch die Zeltevangelisationen 1992, 1993 und 1994 sowie eine intensive Jugendarbeit in den Folgejahren stabilisierte sich die Gemeinde jedoch wieder auf 15 Mitglieder und (zeitweilig) eine Jugendgruppe von 20 Jugendlichen. Die Jugendarbeit genoss einen so guten Ruf, dass das Land Sachsen-Anhalt 2001 und 2002 50 % des Gehalts von Pastor Markus Schmitz übernahm.
Harzgeröder Pastoren:
1992 – 1993 Lee Ronshaugen (Missionar aus den USA)
1994 – 1997 Frank Müller
1997 – 2000 Kurt Rogalski (ehrenamtlicher Pastor im Ruhestand)
2000 – 2014 Markus Schmitz

Ab 01. 07. 2017: Manfred Stedtler

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Allgemeines

Neben den Gottesdiensten, Bibelstunden und Hauskreisen gibt es ein reges Gemeindeleben. Wir blicken auf wertvolle Erfahrungen und Arbeiten in jüngster Zeit zurück, darunter zahlreiche Kunstausstellungen (Chagall, thematische Ausstellungen, künstlerisches Engagement verschiedener Mitglieder) und Jugendveranstaltungen (Freie Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Sonntagsschule, Projekt REACH Sachsen-Anhalt). Darüber hinaus freuen wir uns über zahlreiche Gäste, Interessierte und Freunde, die unsere Gottesdienste und Veranstaltungen regelmäßig besuchen und unterstützen.

Weitere Informationen auf der Homepage der Gemeinde

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